Sonographie im Rettungsdienst

Die präklinische Sonographie erfährt immer mehr Aufmerksamkeit im Rettungsdienst. In vielen Kreisen werden Notarzt-Einsatzmittel mit Sonographie-Geräten ausgestattet. Vereinzelt auch Rettungswagen. Doch lohnt sich der Einsatz von Sonographie im Rettungsdienst? Und lohnt sich dieser auch für Notfallsanitäter?

Im Rahmen einer Studie[1]1. Walcher F, Kortüm S, Kirschning T, Weihgold N, Marzi I. Optimierung des Traumamanagements durch präklinische Sonographie. Der Unfallchirurg. 2002;105(11):986-994. doi:10.1007/s00113-002-0517-1 über die Diagnostik abdomineller Blutungen im Rettungsdienst wurden eindeutige Daten ermittelt. In geringer Untersuchungszeit konnten eindeutige Ergebnisse geliefert werden. Es gab keinen Fall, in dem eine Blutung übersehen wurde. Auf Basis dieser Daten lässt sich sagen, dass die präklinische Ultraschall-Untersuchung sehr zuverlässig ist.

Sonographie für Notfallsanitäter

Wie du in meiner Rezension zum Sonographie-Kurs für Rettungsfachpersonal lesen kannst, ist Sonographie lernen gar nicht so schwer. Die grundlegende Anatomie kennen wir sowieso aus der Ausbildung. Diese Kenntnisse müssen vertieft und der Umfang mit dem Sonographie-Gerät erlernt werden.

Doch was macht die Sonografie in der Präklinik für einen Unterschied? Transportverzögerung ist das Schlagwort, dass Kritiker schnell in den Raum stellen. Ein geübter Anwender kann eine sonographische Untersuchung innerhalb kurzer Zeit durchführen. Und das Ergebnis kann vor allem eines sein. Transportentscheidend.

Die Indikation zur sonographischen Untersuchung muss eng gestellt werden. Dann kann die Sonographie im Rettungsdienst eine entscheidende Rolle spielen. Für den Patienten. Für die richtige Therapie im richtigen Krankenhaus. Für ein besseres Outcome. Und ein langfristig besseres Überleben.

Ist Sonographie im Rettungsdienst sinnvoll?

Ich sage Ja!

Sonographie im Rettungsdienst

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  • Sonographie im Rettungsdienst: Micha

Quellen

Quellen
11. Walcher F, Kortüm S, Kirschning T, Weihgold N, Marzi I. Optimierung des Traumamanagements durch präklinische Sonographie. Der Unfallchirurg. 2002;105(11):986-994. doi:10.1007/s00113-002-0517-1