Das Akronym KARL beschreibt die Notfallmedikamente bei der Reanimation. Erfunden wurde das Akronym von mir selbst mit einem ganz speziellen Zweck: Schnell und einfach ein Akronym zu entwickeln. Der Fokus lag auf der Nähe zum Autoren, also mir selbst. Mit nur vier Buchstaben ist mein Nachname prädestiniert für ein Akronym. Dabei rausgekommen ist ein nicht ganz ernstgemeintes Akronym zu einem meiner Lieblingsthemen: die Reanimation.
| K | Katecholamin | Adrenalin |
| A | Amiodaron | Amiodaron, das Antiarrythmikum der ersten Wahl |
| R | Ringer | Zur Infusionstherapie bei Verdacht auf Hypovolämie |
| L | Lidocain | Lidocain, das Antiarrythmikum der zweiten Wahl |
Nicht jedes Akronym hat einen Mehrwert. Es gibt allgemeingültige Akronyme und Schemata, zum Beispiel XABCDE und SAMPLER. Welche Akronyme und Schemata für dich wertvoll sind, musst du selbst entscheiden. Der Sinn von Akronymen und Schemata liegt darin sich zusammenhänge Abläufe oder Punkte zu merken – und nicht darin sie stumpf auswendig zu lernen.

Meine persönliche Kritik an meinem eigenen Akronym KARL? Wenn wir ehrlich sind, hat KARL keinen großen Mehrwert. Adrenalin und Amiodaron nehmen als Notfallmedikamente während der Reanimation einen wichtigen Stellenwert ein. Die Infusion hingegen soll zur gezielten Therapie einer Hypovolämie eingesetzt werden, ist aber keine Standard-Maßnahme während einer Reanimation (bzw. sollte sie nicht sein). Stellvertretend für die Infusionslösung würde der Begriff Ringer verwendet, welcher von Ringer-Lactat abgeleitet wurde. Die Begriffe Infusion oder Vollelektrolytlösung sind mit Sicherheit passender für eine sinnvolle Merkhilfe. Diese Buchstaben würde aber nicht in das Akronym passen.
Ich habe KARL genutzt um über die Sinn und Unsinn von Schemata und Akronymen zu schreiben. Es ist nicht das Ziel, dass das Akronym ein einheitliches und allgemein anerkanntes Akronym wird.
