Die Lungenarterienembolie ist ein teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Lungenarterie oder einer ihrer Abzweige durch einen eingeschwemmten Embolus.
Inhaltsverzeichnis
Rescuelarn Beitrag
Risikofaktoren und Ursachen
In rund 90% der Fälle ist die Ursache ein eingeschwemmter Thrombus aus den tiefen Beinvenen. Aber auch Fett, Luft und Fruchtwasser (selten, im Rahmen der Geburt) können zu einer Embolie führen.
Folgende Risikofaktoren solltest du in der SAMPLER-Anamnese prüfen:
- bekannte Thrombose
- Schwangerschaft
- kürzliche Operationen
- kürzliche Frakturen
- längere Flug- / Autoreisen
- längere Bettlägrigkeit
Symptome
Die Symptome sind sehr unspezifisch!
- plötzliche einsetzende DyspnoeDyspnoe Atemnot mit TachypnoeTachypnoe Gesteigerte Atemfrequenz (> 20/min)
- atemabhängiger, stechender Brustschmerz
- Tachykardie
- Synkope und Präsynkope
- Zyanose
- Husten
- gestaute Halsvenen
- Vigilanzminderung
- Kreislaufstillstand
Tachykardie
Die Zeichen einer Lungenembolie sind wenig spezifisch. Klagt der Patient über plötzlich auftretende Atemnot zusammen mit einer plötzlich auftretenden Tachykardie, sollten wir auch immer an eine Lungenembolie denken.
Maßnahmen
- Vitalfunktionen gemäß ABCDE sicherstellen
- Patienten nach Wunsch lagern und beruhigen
- O2-Gabe mit einem Zielwert von 92% bis 96% SpO2
- Reanimationsbereitschaft herstellen
- i.v. Zugang etablieren
- zügiger Transport und NA-Alarmierung
Zusammenfassung
Die Lungenarterienembolie ist ein potenziell tödliches Krankheitsbild, das aufgrund seiner unspezifischen Symptomatik leicht übersehen werden kann. Der Verdacht lässt sich mit einer Abfrage der Risikofaktoren erhärten. Ein zügiger Transport unter Sicherung der Vitalfunktionen steht im Vordergrund.
Hinweis: Bei Kurz und knackig gehe ich nicht auf erweiterte Maßnahmen und weitergehende Inhalte ein.
Quelle
- Frieß C. Lungenarterienembolie. In: retten – Notfallsanitäter. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2023.









