Mit einer Schmerzskala können wir die subjektive Schmerzstärke eines Patienten messen. In der Regel werden Schmerzskalen im Rahmen einer Schmerzanamnese (OPQRST) eingesetzt.
Die bekannteste Schmerzskale ist sicherlich die Numerische Rating Skala (NRS). Alternativen sind die Smiley-Analogskala (SAS) welche sich auch für Patienten mit eingeschränkter Sprach- und Sprechfähigkeit und Kinder nutzen lässt. Die Kindliche Unbehagens- und Schmerz-Skala (KUSS) kommt bei Säuglingen und Kleinkindern zum Einsatz.
Numerische Rating Skala (NRS)
Wird die NRS verwendet, soll der Patient seine Schmerzen auf einer Skale von 1 bis 10 einordnen. Dabei steht die 0 für keinen Schmerz und die 10 für den stärksten vorstellbaren Schmerz. Die Numerische Rating Skale ist die am häufigsten genutzte Schmerzskala im Rettungsdienst. Sie eignet sich für Patienten ohne verbale Einschränkungen. Kinder, nichtsprechende Personen und Patienten welche der deutschen Sprache nicht mächtig sind, können mit der NRS nicht valide eingeschätzt werden.
Smiley-Analogskala (SAS)
Die Smiley-Analogskala eignet sich für Kleinkinder ab dem vierten Lebensjahr, demente Patienten und Patienten mit eingeschränkten Sprachfähigkeiten.
Kindliche Unbehagens- und Schmerz-Skala (KUSS)
Mit der Kindlichen Unbehagens- und Schmerz-Skala lässt sich der Schmerz durch Fremdbeobachtung ermitteln. Ab 4 Punkten Analgesie. Maximal 10 Punkte.
| Punkte | Weinen | Gesichtsausdruck | Rumpfhaltung | Beinhaltung | motorische Unruhe |
|---|---|---|---|---|---|
| Punkte | Weinen | Gesichtsausdruck | Rumpfhaltung | Beinhaltung | motorische Unruhe |
| 0 | gar nicht | entspannt lächeln | neutral | neutral | nicht vorhanden |
| 1 | Stöhnen, Jammern, Wimmern | Mund verzerrt | unstet | strampelnd, tretend | mäßig |
| 2 | Schreien | Mund und Augen grimassierend | Aufbäumen, Krümmen | an den Körper gezogen | ruhelos |
Fazit: Kenne deine Werkzeuge
Nutze das passende Werkzeug abhängig von deinem Patienten. Auch bei Kindern lässt sich zuverlässig einschätzen, ob sie Schmerzen haben. Professionelle Einsatzkräfte beurteilen die Schmerzen Ihrer Patienten gewissenhaft.
Quelle
Dunkl, S. & Grassmann, D. (2023). Ersteinschätzung von Patient*innen – Fokus Schmerzanamnese. Retten!, 12(01), 56–64. https://doi.org/10.1055/a-1555-5738








