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Was ist das Vena-cava-Kompressionssyndrom?
Das Vena-cava-Kompressionssyndrom beschreibt einen Schwangerschaftsnotfall im späteren Verlauf der Schwangerschaft. Das Kind drückt durch das eigene Gewicht die Gebärmutter auf die untere Hohlvene. Dadurch kommt es zu einem verminderten venösen Rückstrom (Obstruktion). Es kann zum Schock und zur Bewusstlosigkeit kommen. Das Vena-cava-Kompressionssyndrom tritt vor allem im dritten Trimenon der Schwangerschaft auf.
Symptome
- Übelkeit und Erbrechen
- Synkopen und Bewusstlosigkeit
- Kälte, Kaltschweißigkeit, Schwindel
- Atemnot und Zyanose
- Tachykardie und Hypotonie
- Allgemein: Schocksymptomatik
Diagnostik
Schwangerschaftswoche und Schwangerschafts-Komplikationen nicht vergessen (Mutterpass)
Maßnahmen
- Patientin auf der linken Seite lagern (90°, also komplett auf die Seite drehen)
- Sauerstoffgabe bei Bedarf
- Engmaschiges Monitoring
Erweiterte Maßnahmen
- Zugang und VEL
Differenzialdiagnosen
Schwangere im 3. Trimenon haben ein erhöhtes Risiko für eine LAE. Denke an die Differenzialdiagnosen.
Transportstrategie
Patientinnen mit dem Verdacht auf Vena-Cava-Kompressionssyndrom sollten standardmäßig dem Kreißsaal zugeführt werden. Es kann zu einer Hypoxie des Kindes kommen.
Hinweis
Schwangere ab der 20. SSW sollten regulär in Linksseitenlage transportiert werden. Denke auch in speziellen Situationen an das Vena-cava-Kompressionssyndrom! Bei der Atemwegssicherung und der Versorgung nach Trauma können wir durch eine unbedachte Lagerung hämodynamische Instabilität verursachen.
Zusammenfassung
Das Vena-Cava-Kompressionssyndrom ist ein Notfall in der Schwangerschaft, der mit einer Linksseitenlagerung leicht zu therapieren ist. Betroffene sollten dennoch zur Abklärung in die Klinik. Bedenke Differenzialdiagnosen.
Quellen
- Lenhardt-Pfeiffer Y. Schwangerschaftsassoziierte, geburtshilfliche und gynäkologische Notfälle. In: retten – Notfallsanitäter. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2023. doi:10.1055/b-0042-192915









